SOUNDFABRIK

Soundfabrik präsentiert sich als kreative Plattform an der Schnittstelle von Klangkunst, elektronischerMusik und audiovisueller Kunst. Im Mittelpunkt steht die Gestaltung von Klängen,der experimentelle Einsatz von Synthesizern sowie die Entwicklung von Klanginstallationen, die neue Hörerfahrungen ermöglichen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Zusammenspiel von Stadt, Klang und Kunst. Projekte wie Stadt Klang Kunst und Bonnhören lassen sich als Ansätze verstehen, urbane Räume akustisch zu entdecken und die Stadt aus einer neuen Perspektive wahrzunehmen. Geräusche, Rhythmenund Klanglandschaften werden dabei zu künstlerischen Ausdrucksmitteln, die den Alltag hörbar und erlebbar machen.

Auch die Verbindung zu audiovisuellen Medien und experimentellen Kunstformen spielt eine wichtigeRolle. Die Videonale steht in diesem Zusammenhang für die Auseinandersetzung mit Videokunst und zeitgenössischen Bildwelten, die sich mit klanglichen und medialen Experimenten verbinden lassen.

 

 

 VIDEONALE.16 PARCOURS Februar 2017 

FOTOCREDITS FABRIK45 / JOHEMPEL /UNKNOWN/ VIDEONALE E.V. 

klang im macke-viertel
workshop in weststadt/nordstadt – fabrik45
alanus hochschule für kunst und gesellschaft alfter (willem-jan beeren – bereich architektur) mit / with sam auinger (at/de)

workshop : 10.-18.6.2014


präsentation / presentation : 19.6.2014 – 17:30
fabrik45, hochstadenring 45, bonn
ausstellung / exhibition : 19.-29.6.2014 fabrik45

 

 

ort / location : verschiedene interventionen im macke viertel und um die fabrik45 (werden nach dem workshop hier bekanntgegeben) / different interventions in the macke quarter and around fabrik45 (will be announced here after the workshop)

das august-macke-viertel wird zurzeit aufgrund städtebaulicher gegebenheiten nicht als integraler bestandteil der altstadt wahrgenommen, obwohl der stadtgrundriss und die architektur die gemeinsame entstehungsgeschichte mehr als verdeutlichen. das aus ende der 80er/anfang der 90er jahre stammende konzept zur verkehrsberuhigung und wohnumfeldverbesserung für die gesamte nordstadt wurde im bereich august-macke-viertel nicht umgesetzt mit der folge, dass das august-macke-viertel im vergleich zur übrigen altstadt als wohnstandort für breite schichten der bevölkerung deutlich an attraktivität verloren hat. im gegensatz zur altstadt werden die wohnbereiche beiderseits der bornheimer straße von der statistikstelle der stadt als soziales problemgebiet eingestuft. (quelle: august-macke-viertel und bonner altstadt e.v.)
studenten des fachbereiches architektur der alanus hochschule für kunst und gesellschaft untersuchen gemeinsam mit ihrem professor willem-jan beeren und dem klangkünstler sam auinger das gewohnte und alltägliche erscheinungsbild und die wahrnehmung dieses urbanen quartiers. mit den ohren gedacht entstehen künstlerische interventionen und arbeiten welche die auditive situation von orten und architektonischen ensembles im viertel thematisieren und deren sozial-ökonomische wirkungszusammenhänge freilegen. eine reihe von audiominiaturen (für den kopfhörer raum) entstehen und dokumentieren die auditive recherche in diesem stadtteilforschungsprojekt. die fabrik 45 ist gastgeber, mitten im macke viertel gelegen dient sie während der recherche und entwicklungsphase als arbeits- und experimentier-raum, in weitere folge wird sie zum ausstellungs-, dokumentations- und öffentlichen diskursraum.

 

 

 

konzertperformance/concertperformance Akio Suzuki & Aki Onda

Die japanischen Klangkünstler Akio Suzuki und Aki Onda performen mit selbstgebauten Instrumenten, analogen Tonbandmaschinen und Radios, Holzteilen, Nägeln, Hämmern und Alltagsgegenständen im Wechselspiel mit der Architektur und Akustik des jeweiligen Raums.

Suzuki und Onda, die seit mehreren Jahren intensiv zusammenarbeiten und soeben ihr erstes Album „ma ta ta bi“ veröffentlicht haben, verbindet ein tiefes Interesse an der Beziehung von Klang und Raum sowie das Ausloten von Möglichkeiten für ortsspezifische Happenings.

Bei der Konzertperformance in der FABRIK45 werden beide ihr Instrumentarium über den Raum verteilen und die Architektur mit Bewegung und wechselnden Positionen der Klangquellen bespielen. Das Publikum kann sich während der 90-minütigen Performance frei durch den Raum bewegen.

Preisträger-ausstellung des wettbewerbs  sonotopia 2018

 

locus motus
klanginstallation

von nika schmitt (lu)

22.9.2018 – 3.10.2018
täglich 12:00 – 18:00

ort :
fabrik 45, hochstadenring 45, 53119 bonn

eröffnung:
freitag, 21. september 2018 um 18 uhr
 

nika schmitt, die erste preisträgerin des studentischen wettbewerbs für installative klangkunst  bonn hoeren – sonotopia 2018realisiert aus dem preisgeld des wettbewerbs die neue klanginstallation »locus motus« in der fabrik 45, einem alternativen ausstellungsort im august-macke-viertel in der bonner nordstadt.

»mit ihrer klanginstallation locus motus in der fabrik45 in bonn lotet nika schmitt die physischen und sensorischen grenzen des gegebenen innenraums aus. in dem raumgreifenden multisensorischen schauspiel spielen fortlaufende – vorhersehbare wie unvorhersehbare, sichtbare wie unsichtbare – veränderungen eine wesentliche rolle für die räumliche und zeitliche wahrnehmung des orts. rhythmische ordnung kollidiert mit unkontrollierbaren klängen. der raum spiegelt sich in kinästhetischen, akustischen und visuellen eindrücken wider und lässt den besucher teilhaben an einem kontinuierlichen veränderungsprozesses seiner umgebung.«

nika schmitt erhielt 2017 einen bachelor of arts an der maastricht academy for fine arts and design. durch ihre sensibilität für räume und situationen schafft die künstlerin mit unspektakulären gesten eine fein nuancierte aufmerksamkeit für die sinnlich zu ergründende welt.



die ausstellung ist teil des projekts bonn hoeren – sonotopia 2018 der beethovenstiftung für kunst und kultur der bundesstadt bonn.

mit freundlicher unterstützung der fabrik 45 und des beethovenfests bonn.

Julio Lugon

Elephant Meditations

sound installation
2019

ripstop and oxford fabric, synthetic grass, air blowers, metal plates, sound exciters, contact mics, amplifier, relay-systems, arduinos


A former factory hall gets transformed into a mysterious feedback system »inhabited« by a peculiar (nylon) organism which fills itself up with air only to empty itself once again, in a cycle without pause. A »lab« on the second floor appears to be gathering information that seems to stand in some causal, but yet unfathomable relationship (at least for the beholder) to the rising and falling of the organism in the exhibition space.





exhibition for bonn hoeren´s sonotopia 2019 award

 

all photos above: Simon Vogel / copyright by the photographer and bonn hoeren

 

 

Philipp Hawlitschek

preisträger-ausstellung des wettbewerbs sonotopia 2016

 

vollton & abton
klanginstallationen

von philipp hawlitschek (de)

1.10.2016 – 16.10.2016

ort:
fabrik 45, hochstadenring 45, 53119 bonn

betriebszeiten:
mi – fr, 14 – 19 h / sa + so, 12 – 17 h

eröffnung:
freitag, 30. september 2016 um 19 uhr

philipp hawlitschek, der erste preisträger des studentischen wettbewerbs für installative klangkunst bonn hoeren – sonotopia 2016 realisiert aus dem preisgeld des wettbewerbs seine ausstellung „vollton & abton“ mit neuen klanginstallationen in der fabrik 45, einem alternativen ausstellungsort im august-macke-viertel in der bonner nordstadt. hawlitschek, meisterschüler im bereich klangkunst bei prof. andreas oldörp an der hbk saarbrücken, arbeitet mit reduzierten mitteln, um die raum- und zeitbildenden qualitäten von klang vor ort zu untersuchen. klänge erzeugt hawlitschek nicht etwa über lautsprecher, sondern allein durch kinetisch-mechanische objekte, deren klangpotenzial unmittelbar aus der beschaffenheit der verwendeten materialien folgt. durch den einsatz von sehr leisen, konstanten klängen schafft er akustische situationen am rande der wahrnehmung – schwellensituationen, die sich auch durch ihre visuelle sensibilität auszeichnen. mit seinen minimalen eingriffen in der fabrik 45 gelingt ihm eine subliminale transformation des raumes.

philipp hawlitschek:
„grundlage der installation ist der raum, mit seinen spezifischen sonoren und atmosphärischen gegebenheiten. mit hilfe verschiedener mechanischer klangerzeuger werden vorhandene potentiale ausgelotet, mit dem ziel, den raum selbst zu aktivieren. dabei kommen keine lautsprecher zum einsatz, sondern: schwingende stäbe, drehende luft, wackelnde platten u.a. man hofft: eine klanglichkeit, die aus dem raum hervorwächst. wie ein feiner sprühnebel, ein flüchtiger geruch, wird an kleinen unterschieden, bewegungen gearbeitet, die uns an den grenzen unserer wahrnehmung begegnen. sie produzieren aufmerksamkeit. minimale ereignisse, die uns stetig zu entwischen scheinen, derer wir mit unseren sinnen nicht so recht habhaft werden, die wir nicht festhalten können. ein klang flattert durch unsere köpfe, bis unters dach. unsere ohren strecken sich. der ort ist leicht eingefärbt. die dinge sind nicht in der zeit – sie sind zeit.“

die ausstellung ist teil des projekts sonotopia – bonn hoeren 2016 der beethovenstiftung für kunst und kultur der bundesstadt bonn.
mit freundlicher unterstützung der fabrik 45 und des beethovenfests bonn.
medienpartner: wdr kulturradio, neue zeitschrift für musik

 

photo: Meike Böschemeyer / bonnhoeren

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