Die Bilder von Evelyn Herrmann befassen sich mit der Darstellung der Natur. Die malerische Umsetzung erfolgt in unterschiedlichen Abstraktionsgraden - bis hin zur völligen Ungegenständlichkeit. So zeigen sie unter anderem großformatige kraftvolle Portraits von Wiesenblumen oder Wolkenformationen an einem winterlichen Abendhimmel. Auch die ungegenständlichen Malereien laden zur Kontemplation ein und eröffnen vielfältige Wahrnehmungen.
Die Arbeiten von Jörn Osselmann bewegen sich zwischen Konkretion und Abstraktion von Berglandschaft und Tierdarstellungen. Figuratives löst sich in freie, fließende Strukturen auf oder verdichtet sich zu dynamischen Farbflächen. Sie laden dazu ein, eigene Formen und Wege darin zu entdecken.
Katharina Erb untersucht in ihren Arbeiten die Welt der inneren (Selbst-)Bilder und deren möglichen Bezug zur Wirklichkeit. Schwerpunkt dieser Erkundung ist der eigene Arbeitsprozess sowie die sich in diesem Prozess offenbarende Verschränkung unterschiedlicher Wahrnehmungsebenen.
Die Malerei von Caroline Glaser ist geprägt von einem rohen, energiegeladenen Umgang mit Bildfläche und Material. Mit graffitiartigen Gesten, Überlagerungen und fragmentierte Zeichen entsteht ein visuelles Chaos, das bewusst mit Unordnung, Zufall und Kontrollverlust spielt. Ihre Arbeiten sind sehr persönliche Ausdrucksformen, in denen sich Emotionen und innere Zustände widerspiegeln. Ihre Bilder verweigern klare Lesbarkeit und folgen stattdessen einem offenen prozesshaften Denken. Das Chaos ist keine Störung, sondern produktive Kraft und Ausdruck von Widerstand gegen festgelegte Formen, Normen und ästhetische Erwartungen.
Elena Demchenko rückt florale Motive ins Zentrum ihrer Bildsprache. Blumen, Pflanzen und organische Formen erscheinen expressiv, fantasievoll und zugleich grafisch durchdacht. Zwischen freiem Farbauftrag und klaren Linien entfaltet sich eine Bildwelt, in der das Florale weit über dekorative Bedeutungen hinausweist. In Zeiten gesellschaftlicher Unsicherheit, Konflikte und globaler Krisen gewinnen diese Motive eine neue Tiefe: Sie erscheinen nicht nur als Zeichen von Schönheit oder Hoffnung, sondern auch als fragile Symbole des Überlebens inmitten von Chaos. Das Nebeneinander von blühender Form und instabiler Struktur reflektiert eine Welt, in der Ordnung brüchig und Beständigkeit nicht mehr selbstverständlich ist.
Aprikosenkind Thriller Premierenlesung Judith Merchant
Du liebst deine Tochter über alles. Und sie malt deinen Tod.
Nathalie hat endlich, wonach sie sich immer gesehnt hat: Sie lebt in einem Haus auf dem Land, mit ihrem Mann und dem Wunschkind, auf das sie so lange warten musste. Doch etwas stimmt
nicht mit ihrer Tochter Ruby. Nathalie kommt einer Wahrheit auf die Spur, für die sie nicht bereit ist …
Die sechsjährige Ruby ist ein besonderes Mädchen: in sich gekehrt, still, langsamer als andere Kinder. Nathalie widmet Ruby ihre ganze Aufmerksamkeit und hat viel für sie aufgegeben.
In ihrem neuen Zuhause auf dem Land soll Ruby endlich aufblühen. Doch dort geschehen seltsame Dinge. Fenster und Türen stehen plötzlich offen, die anderen Eltern fangen an, sich komisch zu benehmen.
Ihr Mann Gabriel versucht unerschütterlich, Nathalie zu beruhigen, doch sie fühlt sich in ihrem eigenen Zuhause nicht mehr sicher. Eines Tages malt Ruby ein Bild, das alles verändert. Und Nathalie
muss sich fragen, welchen Preis sie für ihr Glück zu zahlen bereit ist.