FABRIK45
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 Perhaps there will be an exhibition 

Perhaps there will be an exhibition
Ausstellung ohne Publikum ! 
Nicolas Galindo 
Direnç Atmaca
Joo Yeon Yang
Garyung Kim
Micaela Alaniz
 
Nicolas Galindo (Kolumbien)
Malerei
„Basics“
In meinen Bildern geht es um die Beziehung zwischen Malerei und digitalen Bildern. Heutzutage sind digitale Bilder sehr präsent in unserem Alltag und Sie haben eine eigene Ästhetik gestaltet. Die Malerei wiederrum hat auch Ihre geschichtliche Ästhetik Entwicklung, aber wie kann man einen Treffpunkt zwischen beiden Ästhetikern finden? Gibt es überhaupt einen?
Was mich sehr interessiert ist, wie kann man Digital nach Analog übersetzen und was kommt im Prozess noch heraus? Um das zu schaffen, versuche ich die grundsätzlichen, gemeinsamen Elemente zu isolieren, um wirklich zu verstehen, was im Bild passieren kann. Was gehört von meinen Bildern zur Malerei und was zu der digitalen Welt? 
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Direnç Atmaca (Türkei)
Weberei/Textil Art und Installation
„Once upon a time in TR - II“
Mit meinen dargestellten abstrakten Tapestry-Werken fokussiere ich als eine junge Frau in dieser Zeit meines Lebens meine Gefühle mit dem Versuch die dunklen Wolken meiner Vergangenheit zu zerstreuen. Aus diesem Grund können diese auch als Selbstporträt angesehen werden. Meine Webereien drücken den endlosen Kampf zwischen schlechten und guten Gedanken aus, indem sie die bedeutungsvollen Farben der anatolischen
Textilkunst und andere Medien verwenden.
Als zweites Werk einer fortlaufenden politischen Werkreihe „Once upon a time in TR“, konzentriert sich meine Installation auf unsere gemeinsame Vergangenheit mit meiner Tante. Ich versuche zu vermitteln wie es war, in einer kurdischen und sozialistischen Familie am Ende des 19. Jahrhunderts in der Türkei geboren worden zu sein. Diese Installation führt Sie in einen kleinen Gefängnishof der volleren Erinnerungen eines Kindes und der Sehnsucht nach der Geborgenheit einer Familie ist. Zu träumen von einem Himmel der viel größer ist als der, den man ihn in dieser engen Zelle sehen kann.
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Joo Yeon Yang (Südkorea)
„The Breeze/Die Brise“
Mein Werk ist inspiriert von den natürlichen Elementen und den Menschen, von denen ich umgeben bin. 
Ich beobachte das alltägliche Leben und die Natur; ich versuche, die Gefühle zu visualisieren, die die verschiedenen Elemente der Welt in Interaktion mit den Menschen hervorrufen.
Die Brise ist ein Werk, das die Vielschichtigkeit der Natur und ihr Wirken auf uns plastisch aufzeigt.
Ich möchte, dass über meine Arbeit Menschen in Resonanz mit der Natur und sich selbst treten können. Meine Arbeit ist ein Innehalten von der Geschwindigkeit des Alltags in unserer Zeit. Es geht darum, das Werk und sich selbst zu beobachten und zu spüren, was es in einem auslöst - ganz ergebnisoffen und in Freiheit sich selbst und die Welt erkundend. Die Gefühle jedes Menschen sind einzigartig und ich möchte ihnen eine offene Interpretation ermöglichen.
Gerade in der Corona Zeit ist es sehr wichtig, auf kleine Dinge zu achten und sich selbst über den Kontakt zur Kunst zu finden.
 
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Garyung Kim (Südkorea)
3D-Drucken & Rendering
„Definition von Schönheit I, II, III“ 
Das Thema dieser Arbeit ist "Definition von Schönheit", und durch diese Arbeit wird das Publikum gefragt, was Schönheit ist. Durch die Arbeit zeige ich meine Definition von Schönheit. Ich habe mich durch traditionelle koreanische Volksmalereien (Minhwa) von der Schönheit inspirieren lassen und mit den Minhwa als Ausgangspunkt an meiner Arbeit gearbeitet. Ich habe an dem Prozess gearbeitet, die vollständige Form und die naturgetreue Farbe in eine fließende Form und eine verworrene Farbe in einer Reihe zu ändern. Durch diese Serien-Arbeiten zeigt sich, dass es zwar eine formale und objektive Form von Schönheit gibt, es aber nicht nur möglich ist, Schönheit durch eine formale Form zu fühlen. Es interpretiert auch klassische koreanische traditionelle Werke mit modernen Techniken wie 3D-Druckern und Rendering neu und zeigt eine Verschiebung von der klassischsten Kunstform des Malens nur mit Papier und Pinseln zur modernen Kunst mit Maschinen und digitalen Medien. Außerdem zeige ich auch die Vielfalt und Unendlichkeit der Methoden, um Schönheit durch diese neuen Techniken und Versuche auszudrücken.
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Micaela Alaniz (Brasilien)
Fotografie
„Realities“
Die Dynamik, die zwischen einem Individuum in einer Gesellschaft und seiner Umwelt, der Stadt herrscht, inspiriert meine Arbeit. 
Ich beschäftige mich mit den Zusammenhängen des Alltags in einer Stadt und dabei gehe ich darauf ein, wie die jeweilige Umgebung sich auf einen Einzelnen auswirkt. 
Meine Arbeit mit Fotografie besteht darin, Umgebungen, Formen und den Versuch zu schaffen, eine Geschichte in einem Bild zu erzählen. Bei meinen neuesten Arbeiten ist eine surreale Nuance vorhanden. Was ist real, was nicht? 
Ich mache keine Fotografie. Ich verändere die Realität. Und halte diese Momente in Fotografien fest. 
„Realities“ ist ein Fotoprojekt, das Elemente von inszenierter Fotografie und Street Photography kombiniert. Alle weiblichen Figuren der Serie sind Abbild derselben Person. Diese wiederum ist von Zeit zu Zeit die Darstellung meiner selbst. 
Auf jedem Foto befindet sich die zentrale Figur inmitten einer Situation, an der sie nicht unmittelbar beteiligt ist. Sie steht für sich, in einer emotional abgetrennten Welt. Ein Gefühl der Nichtzugehörigkeit prägt die Atmosphäre von den Bildern. 
Essen, Februar 2021

Yeonhwa Bae Malerei der Erwartung - Ausstellung ohne Publikum

Yeonhwa Bae
Malerei der Erwartung - Ausstellung ohne Publikum
1. Über mein Projekt
Erweiterung der Malerei
Schon in meiner Bachelorarbeit findet sich die Idee ein Bild in einem
Raum zu platzieren. Seitdem beschäftige ich mich damit, wie man
Gemälde von der Wand in den Raum hinein erweitern kann. Ich möchte
eine neue Ansicht darstellen, in welcher ich vorhandene Gemälde mit
meinem Raum kombiniere.
Die Bilder, die ich bisher gemalt habe, waren eine Form der
Rekonstruktion des Alltags. Rekonstruktion ist wie eine Kombination
von Erinnerungen. Das Thema meiner jetzigen Arbeit ist oberflächlich
die Neuinterpretation des Raumes. Aber wenn man tiefer hinein geht,
fokussiert sich das Sehen, das Erinnern und die Wiederherstellung des
Bildes. Der Akt des Sehens ist nicht nur ein sinnlicher Akt des
Konsumierens von Bildern und des selektiven Sehens, sondern auch
dessen, was Sie sehen möchten. Ich denke, "sehen" ist ein umfassender
und ganzheitlicher kognitiver Prozess, so auch meine Interpretation
des Raumes. Die organische Installation der Bilder im Raum gibt dem
Betrachter neue Aspekte: In der aktuellen Zeit von begrenzten und auch
entgrenzten Räumen kann diese Installation das Individuum
inspirieren, seine Räume neu zu denken.